FamilienarchivDaten anlegen

Daten anlegen

Was lege ich wo an? Wie belege ich es?

Diese Anleitung erklärt, wie Du Datensätze anlegst — Personen, Familien, Ereignisse, Orte, Quellen, Zitate. Sie ist die Begleiterin zum Bedienungs-Handbuch, das erklärt, wie etwas angeschaut wird.

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Was ich jetzt tun willWohin
Eine neue Person eintragen (Vorfahr, Geschwister, Kind)Kap. 05 Personen + Kap. 04 Reihenfolge
Eine Heirat eintragenKap. 19 Walk-Through Standardfamilie
Eine Geburtsurkunde verarbeitenKap. 10 Quellen + Kap. 11 Zitate & Konfidenz
Ein Familienbuch / Stammbuch ablegenKap. 22 Walk-Through Familienbuch
Ein Fotoalbum (PDF) einarbeitenKap. 14 Album-Workflow
Ein uneheliches Kind eintragen (Vater unbekannt)Kap. 20 Walk-Through Uneheliches Kind
Eine zweite Ehe / Patchwork-Familie eintragenKap. 21 Walk-Through Patchwork
Einen Beruf eintragenKap. 03 Person vs. Familie
Einen Wohnort eintragenKap. 08 Reisen vs. Aufenthalte
Einen Schul- oder Studienabschluss eintragenKap. 09 Abschlüsse
Eine Reise/Urlaub eintragenKap. 08 Reisen vs. Aufenthalte
Einen Brief oder eine Postkarte einarbeitenKap. 10 Quellen
Eine offene Recherchefrage festhaltenKap. 16 Aufgaben
Etwas notieren, was in kein Feld passtKap. 15 Notizen
Historischen Hintergrund einarbeitenKap. 18 Hintergrundquellen
Einen neuen Ort anlegenKap. 06 Orte
Dateinamen für Upload vorbereitenKap. 13 Medien & Dateinamen
Eine Geburtsurkunde Schritt für Schritt ablegenKap. 23 Walk-Through Urkunde
Einen Brief mit Volltext-Transkription erfassenKap. 24 Walk-Through Brief
Ein mündliches Gespräch als Quelle anlegenKap. 25 Walk-Through Erzählung
Widersprüchliche Quellen behandelnKap. 27 Sonderfälle Quellen
Eine Adoption, Vormundschaft oder Namensänderung eintragenKap. 26 Sonderfälle Familien
Wohnorte auf der Karte anzeigenKap. 28 Karten-Ansichten
Mich vergewissern, dass alles korrekt istKap. 32 Checkliste
I

Grundlagen

3 Kapitel
01 Drei übergeordnete Prinzipien

Diese drei Prinzipien tauchen in jedem Teil des Handbuchs in unterschiedlicher Form wieder auf. Wer sie verinnerlicht hat, hat das Wesentliche begriffen — alles Weitere sind Anwendungsfälle.

1. Strukturierte Felder vor Freitext

Wenn Gramps Web ein Feld für etwas hat (Ort, Datum, Beruf, Beziehungstyp), gehört der Wert dort hinein — nicht in eine Notiz. Felder sind filterbar, Notizen nicht.

2. Aktuelle Bezeichnung vor historischer

Wenn ein Ort heute anders heißt als 1906, wird der heutige Name Hauptname, der historische ein Alternativname. So bleibt die Datenbank zeitunabhängig stabil — auch wenn sich Stadtgrenzen oder Ländernamen ändern.

3. Wenig anlegen, viel verknüpfen

Jedes Objekt (Person, Ort, Quelle, Medium) gibt es genau einmal im System. Mehrfachverwendung erfolgt über Verknüpfung, nicht über Kopie. Der Brief wird einmal als Quelle angelegt und an zwanzig Zitate verknüpft — nicht zwanzigmal angelegt.

💡 Faustregel

Wenn Du in einem Feld eine Information eintippst, die später in einem Filter, einer Karte oder einer Statistik auftauchen soll — dann gehört sie ins richtige Feld, nicht in eine Notiz.

02 Die Beispielfamilie

Damit die Tabellen und Walk-Throughs durchgängig nachvollziehbar bleiben, arbeiten wir mit einer kleinen erfundenen Familie. Sie ist so konstruiert, dass alle wichtigen Fälle einmal vorkommen: Standard-Ehe, uneheliches Kind, spätere zweite Ehe (Patchwork), unbekannter Vorfahr.

Stammbaum-Skizze

Hermann Müller (*1898 Lindendorf)  ⚭  Auguste Schneider (*1901)
   │   ▲ Vater unbekannt — Sonderfall: leere Eltern-Slots
   │
   ├── Klara Müller (*1944)  ⚭  Friedrich Schmidt (*1940)
   │       │
   │       ├── Stefan Schmidt (*1968)
   │       └── Andreas Schmidt (*1971)
   │
   └── Elisabeth Müller (*1936)
           │
           ├── Thomas Müller (*1958, unehelich)   ◀  Sonderfall A
           │
           ⚭ Werner Bruns (Heirat 1962)         ◀  Sonderfall B
             ├── Karin Bruns (*1963)
             └── Petra Bruns (*1965)

Sonderfall A — Thomas wird unehelich geboren, behält den Mädchennamen seiner Mutter (Müller). Vater nicht ermittelt.

Sonderfall B — Elisabeth heiratet später Werner Bruns. Karin und Petra sind Halbgeschwister von Thomas.

Die Beispielnamen und -orte sind frei erfunden — sie dürfen problemlos durch echte Daten ersetzt werden.

03 Die wichtigste Regel: Person vs. Familie

In Gramps Web gibt es zwei Arten von Ereignissen: solche, die einer einzelnen Person passieren, und solche, die eine Beziehung betreffen. Diese Unterscheidung ist die Quelle der häufigsten Verwirrung — sobald sie sitzt, klappt fast alles andere von selbst.

💡 So entscheidest Du in zwei Sekunden
  • Passiert das Ereignis EINER Person? → an die Person.
  • Verbindet das Ereignis ZWEI Partner (Ehe, Trennung)? → an die Familie.
  • Kurzform: Geburt = Person, Heirat = Familie.

Welche Ereignisse gehören wohin?

An die PERSONAn die FAMILIEHinweis
GeburtGeburt = Ereignis des Kindes, nicht der Eltern. Eltern-Verknüpfung läuft über die Familie.
TaufeAuch wenn die Eltern dabei sind: Hauptperson ist der Täufling.
TodBestattung als separates Ereignis möglich.
Bestattung / BeisetzungOrt und Datum oft anders als Tod.
Beruf / BeschäftigungPro Tätigkeit ein Ereignis mit Zeitraum.
Wohnsitz (Aufenthalt)Ab 3 Monaten Lebensmittelpunkt. Datumsbereich von–bis.
Reise / UrlaubMit allen Mitreisenden als Teilnehmer — ein Ereignis, viele Personen.
Schulabschluss / StudiumNur eine Hauptperson, keine Teilnehmer.
Konfirmation / ErstkommunionEigenes Ereignis, Hauptperson ist der Konfirmand.
Militärdienst, AuszeichnungAuch Kriegsgefangenschaft, Verwundungen.
NamensänderungPro Urkunde ein Ereignis.
Heirat (standesamtlich)Datum, Ort und Standesamt-Nummer als Quelle.
Kirchliche TrauungEigenes Ereignis zur selben Familie.
VerlobungWenn dokumentiert.
Scheidung / TrennungDatum, Gericht, Aktenzeichen.
Beginn LebenspartnerschaftFalls keine Heirat, aber dokumentierte Partnerschaft.
Adoption (an Adoptivfamilie)Sonderfall — siehe Walk-Through Kapitel 23.
⚠ Häufiger Anfängerfehler

Häufige Annahme: „Ich lege die Geburt der Kinder an der Familie an.“ — Nein. Die Familie verbindet Eltern und Kind über die Eltern-Kind-Beziehung (Beziehungstyp Birth). Das Geburts-Ereignis selbst hängt am Kind. Wer es trotzdem an der Familie anlegt, taucht später in Berichten und Statistiken an unerwarteten Stellen auf.

04 Reihenfolge im Alltag: erst Person, dann Familie

Bei einer neuen Generation gehst Du Person für Person vor, statt erst alle Personen leer anzulegen und später nochmal aufzumachen. So sparst Du Klickwege und vermeidest leere Datensätze.

Was wann anlegen?

#SchrittWas Du dabei tust
1Orte vorbereitenGeburts- und Wohnorte hierarchisch anlegen (Land → Region → Stadt → Stadtteil). Mit Koordinaten, sonst keine Kartenanzeige. Einmal angelegt, immer referenziert.
2Aufbewahrungsort anlegen (falls neu)Standesamt, Stadtarchiv, Privatbesitz etc. Einmalig mit Adresse + Kontakt anlegen, dauerhaft nutzen.
3Quelle anlegenZ. B. Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Familienbuch. Pflicht: Titel, Aufbewahrungsort, ggf. Scan in der Galerie. Etikett Q-Belegt.
4Person anlegenNamensfelder einzeln (Vorname / Rufname / Geburtsname). Geschlecht setzen. Bei Unbekanntem: leer lassen, NIE „NN“ eintippen.
5Geburt-Ereignis an die PersonDatum, Ort (aus Schritt 1), Quelle/Zitat (aus Schritt 3), Konfidenz, Etikett.
6Weitere Person-EreignisseTod, Beruf, Wohnsitze, Abschlüsse — alles direkt an der Person.
7Familie anlegenErst wenn beide Partner als Personen existieren. Beziehungstyp NIE leer lassen (Verheiratet / Unverheiratet / Lebenspartnerschaft).
8Heirats-Ereignis an die FamilieDatum, Ort, Quelle. Bei Bedarf zweites Ereignis „Kirchliche Trauung“ an derselben Familie.
9Kinder als Personen anlegenJedes Kind ist eine eigene Person — mit eigener Geburt, eigenem Geburtsort usw.
10Kinder mit der Familie verknüpfenIn der Familie: Kind hinzufügen, Beziehungstyp Birth EXPLIZIT setzen. Gramps setzt das nicht automatisch — leer = Unknown.
💡 Tipp aus der Praxis

Wenn Dir bei einem Schritt etwas fehlt (z. B. die Quelle ist noch nicht digitalisiert), trag die Information trotzdem ein und setze ein R-Etikett (R1-Eingang oder R5-Zu prüfen). So bleibt der Recherchefaden sichtbar.

II

Was lege ich wie an?

14 Kapitel
05 Personen — Namensaufbau und Schreibweise

Gramps Web trennt Vornamen, Rufnamen, Familiennamen, Titel und Suffixe in eigene Felder. Bitte konsequent füllen — niemals alle Bestandteile in das Vornamen-Feld kippen.

Namensfelder

FeldInhaltBeispiel
TitelAkademischer / AdelstitelDr., Prof., Frhr.
VornamenAlle Vornamen, durch Leerzeichen getrenntAnna Maria Charlotte
RufnameDer tatsächlich verwendete VornameCharlotte
FamiliennameAktueller FamiliennameSchmidt
GeburtsnameBei Personen mit Heiratsnamen — separat erfasstMüller
SuffixGenerationsangabeJr., II.

Schreibweise

  • Umlaute und ß ausgeschrieben (Müller, nicht Mueller; Straße, nicht Strasse). Die Originalschreibung der Urkunde wird beibehalten.
  • Doppelnamen mit Bindestrich, wenn so im Personenstandsregister („Hans-Peter"). Ohne Bindestrich, wenn zwei eigenständige Vornamen („Hans Peter").
  • Bei Variationen in alten Urkunden (z. B. „Karoline" / „Caroline"): die in der Geburtsurkunde verwendete Schreibung als Hauptname, die andere als Alternativname.

Gut und Schlecht

GutSchlecht
Vornamen: Auguste Wilhelmine · Rufname: Auguste · Familienname: Müller · Geburtsname: SchneiderVornamen: Auguste M. (geb. Schneider) — alles in ein Feld
Vornamen: Hermann Friedrich · Rufname: Hermann · Familienname: MüllerVornamen: Hermann Müller · Familienname: (leer)

Unbekannte Personen

  • Name vollständig unbekannt → alle Namensfelder leer lassen. Gramps zeigt automatisch einen Platzhalter. Niemals „NN", „Unbekannt" oder „???" eintippen — das verfälscht Suchen.
  • Familienname bekannt, Vorname nicht → Vorname leer, Familienname normal eintragen.
  • In der Notiz an der Person den Forschungsstand kurz dokumentieren.

Geschlecht

Immer setzen — auch wenn aus dem Namen ableitbar. Wird für statistische Funktionen und für die Stammbaum-Anzeige gebraucht. Bei Unbekannt → „Unbekannt" auswählen (nicht leer lassen).

06 Orte — Hierarchie, Koordinaten, historische Namen

Orte sind der häufigste Stolperstein, weil sie historisch oft mehrfach umbenannt wurden und gleichzeitig hierarchisch erfasst werden müssen.

Hierarchie

Gramps Web erlaubt eine Eltern-Kind-Hierarchie von Orten:

Land
└── Bundesland / Region / Provinz
    └── Landkreis / Region
        └── Stadt
            └── Stadtteil / Ortsteil
                └── Straße + Hausnummer (nur bei besonderer Relevanz)

Jeder Ort wird einmal angelegt und kennt seinen übergeordneten Ort als „Enthalten in". Wenn später eine weitere Person in Musterstadt-Süd geboren wird, verweist sie auf denselben Ort — keine Neuanlage.

Aktueller und historischer Name

Bei Orten, die ihren Namen geändert haben (typisch für ehemalige Ostgebiete, umbenannte Stadtteile):

  • Hauptname: aktueller, offizieller Name in der Landessprache
  • Alternativname: historische deutsche oder andere Bezeichnung, mit Zeitspanne

Beispiel Lindendorf (früher Lindenau):

FeldInhalt
HauptnameLindendorf
Land/RegionBeispielland, ehemalige Ostprovinz
Alternativname 1Lindenau (deutsch, vor 1945)
Koordinaten53.5° N, 18.3° E

Bei einem Ereignis aus dem Jahr 1898 wird der aktuelle Hauptname referenziert. Im Ereignis-Beschreibungsfeld kann der zeitgenössische Name als Hinweis stehen.

Koordinaten

Für Orte, die auf der Karte erscheinen sollen, sind Koordinaten (Breitengrad, Längengrad) erforderlich. Gramps Web kann sie meist automatisch aus OpenStreetMap vorschlagen. Orte ohne Koordinaten erscheinen nicht auf der Karte.

Adressen und Hausnummern

  • Nur erfassen, wenn die Adresse eine eigene Bedeutung hat (Wohnort einer Schlüsselperson, Geburtshaus, historisch erhaltenes Gebäude).
  • Nicht für jeden Sterbeort einer Großtante eine separate Straßen-Ortsebene anlegen — das überfüllt die Ortsliste.
07 Ereignisse — Grundregeln (Datum, Teilnehmer, Quelle)

Ereignisse sind das Rückgrat der Datenbank. Geburt, Heirat und Tod sind die Standard-Fälle — daneben gibt es Reisen, Abschlüsse, Wohnsitze und viele andere. Für alle gelten gemeinsame Grundregeln.

Ein Ereignis = ein Eintrag, viele Teilnehmer

Wenn mehrere Familienmitglieder gemeinsam an einem Ereignis teilnehmen (Reise, Familienfeier, Konfirmation eines Kindes), ist das ein Ereignis, nicht mehrere.

In Gramps Web legst Du das Ereignis genau einmal an. In der Detailansicht werden die beteiligten Personen als Teilnehmer verknüpft. Wenn Du auf eine der Personen klickst, taucht das Ereignis in ihrer Ereignisliste auf — derselbe Datensatz, nur aus ihrer Perspektive.

⚠ Konsequenz

Niemals pro Person ein eigenes Ereignis anlegen. Niemals dieselben Fotos mehrfach hochladen. Niemals den Ort zweimal in der Ortsliste erfassen.

Datums-Formate

Gramps Web versteht verschiedene Datums-Schreibweisen:

SchreibweiseBedeutung
15.06.1992Exaktes Datum
Juni 1992Monat und Jahr bekannt
1992Nur Jahr bekannt
um 1944Ungefähr, ±2 Jahre
vor 1944Frühestens-Grenze
nach 1944Spätestens-Grenze
zwischen 1920 und 1925Zeitspanne
von 03.1955 bis 08.1957Datumsbereich (Aufenthalte, Reisen)

Gramps Web erkennt das Format und stellt es in der Anzeige in deutscher Konvention dar.

Quellenpflicht

Jedes Ereignis bekommt mindestens eine Quelle mit Zitat — auch bei mündlicher Überlieferung. Quellen und Zitate sind in den Kapiteln 12 und 13 ausführlich behandelt.

08 Reisen vs. Aufenthalte

Beide Ereignistypen sehen ähnlich aus, sind aber strikt zu trennen: Reise = vorübergehender Urlaub. Aufenthalt = Lebensmittelpunkt.

ReiseAufenthalt (Residence)
Faustregelab 1 Woche ODER mit Fotoalbum/Erinnerungab 3 Monaten Lebensmittelpunkt
EreignistypReise (benutzerdefiniert)Aufenthalt
DatumDatumsbereich von–bisDatumsbereich von–bis
TeilnehmerAlle Mitreisenden — ein Ereignis, viele PersonenNur die Hauptperson
Benennung„Reise nach [Ort], [Saison] [Jahr]"„Aufenthalt [Ort], [Jahr]–[Jahr]"
Galerie5–15 Fotos, BildunterschriftenBelegfoto, Meldekarte, etc.

Reise — Gut und Schlecht

GutSchlecht
Reise nach Dänemark, Sommer 1985Dänemark 1985 (zu knapp)
Reise nach Bayern, Pfingsten 1992Sommerurlaub Dänemark (kein Jahr)
Reise nach Italien (Toskana), Sommer 2003Urlaub mit Oma und Opa (keine Ortsangabe)

Was zählt als Wohnsitz

Eine Person hat in 80 Jahren oft 8–12 verschiedene Wohnorte. Faustregel: Jeder Lebensmittelpunkt, der länger als drei Monate gedauert hat.

  • Elternhaus / Geburtsort als erste Wohnstation
  • Internat, Heim, Studentenwohnung
  • Eigene Wohnungen und Häuser als Erwachsener
  • Auslandsaufenthalte ab 3 Monaten
  • Pflegeheime / Seniorenresidenzen am Lebensende

Typische Quellen für Wohnsitze

QuelleBelegtKonfidenz
Meldebescheinigung / EinwohnermeldeamtExakter Wohnsitz mit Datum, amtlichSehr hoch
Adressbuch (historisch)Wohnsitz mit Adresse zum ErscheinungsjahrHoch
Briefumschlag-AbsenderWohnsitz zum BriefdatumHoch
Eintrag im FamilienbuchWohnsitz zum EintragsdatumHoch
Mündliche ErinnerungUngefährer Wohnsitz und ZeitraumNormal
Vermutung aus Geburtsort eines KindesWahrscheinlicher WohnsitzNiedrig
09 Abschlüsse (Schule, Studium, Beruf)

Bildungs- und Berufsabschlüsse haben in Gramps Web vordefinierte Ereignistypen — bitte keine eigenen erfinden.

Welcher Typ für welchen Abschluss?

LebenssituationEreignistyp in Gramps
Abitur, Mittlere Reife, HauptschulabschlussSchulabschluss
Bachelor, Master, Diplom, Magister, StaatsexamenStudienabschluss
Promotion, HabilitationAkademischer Grad
Geselle, Meister, BerufsschulabschlussBerufsausbildung

Pflichtfelder

FeldHinweis
EreignistypSchulabschluss / Studienabschluss / Akademischer Grad / Berufsausbildung
DatumDatum des Zeugnisses (genau, falls Urkunde vorhanden)
OrtSchule oder Hochschule als referenzierter Ort
BeschreibungOptional: Note, Fachrichtung, Schwerpunkt
HauptpersonEINE Person — bei Abschlüssen nicht mehrere Teilnehmer
GalerieFoto des Zeugnisses
Quelle / ZitatEigene Quelle „Zeugnis [Name] [Abschluss] [Jahr]" mit Zitat

Walk-Through: Abitur Stefan Schmidt, 1986

  1. Ereignisse → + Neues Ereignis
  2. Ereignistyp: Schulabschluss
  3. Datum: 15.06.1986
  4. Ort: Gymnasium am Stadtpark, Marktbach
  5. Beschreibung: Abitur, Durchschnitt 2,1, Leistungskurse Mathematik und Englisch
  6. Speichern
  7. Detailansicht → Bereich Teilnehmer: Stefan Schmidt (Rolle: Hauptperson)
  8. Bereich Galerie → Zeugnisfoto hochladen
  9. Bereich Quellen → neue Quelle anlegen: „Abiturzeugnis Stefan Schmidt, Gymnasium am Stadtpark, 15.06.1986"
  10. Etikett Q-Belegt setzen
10 Quellen — Konventionen und Titel-Format

Eine Quelle ist das Dokument (Urkunde, Brief, Buch, Foto), aus dem Du Informationen gewinnst. Eine Quelle wird genau einmal angelegt — alle abgeleiteten Aussagen werden über Zitate damit verknüpft.

💡 Drei Grundregeln für Quellen
  1. Eine Quelle, viele Zitate. Ein Brief belegt nicht einen Fakt, sondern oft 5–15. Für jeden eine eigene Zitatverknüpfung.
  2. Konfidenz spiegelt die Belastbarkeit, nicht die Hoffnung. Ehrlichkeit hier spart später Recherche-Sackgassen.
  3. Lieber Quelle ohne Person als Person ohne Quelle. Wenn Du eine Urkunde hast, aber die Person noch nicht im Stammbaum: erst Quelle anlegen, dann Person aus der Quelle ableiten.

Titel-Konvention

QuellentypTitel-FormatBeispiel
Urkunde[Typ] [Name], [Jahr]Geburtsurkunde Klara Müller, 1944
BriefBrief [von] an [bis], [Datum]Brief Auguste Müller an Klara, 14.01.1955
PostkartePostkarte [von] an [bis], [Datum]Postkarte Auguste Müller an Klara, 13.03.1957
ErzählungErzählung [Person], [Datum], [Thema]Erzählung Klara Schmidt, 09.05.2026, Kindheit im Heim
AlbumAlbum [Farbe/Name]Album GRÜN
Einzelfoto (freistehend)Foto [Inhalt], [Jahr]Foto Familie Müller Jahrmarkt, ca. 1948
Buch[Nachname]: [Kurztitel], [Jahr]Mayer: Ostprovinzen, 1998
StandesamtsauskunftStandesamt [Ort], Auskunft [Datum]Standesamt Musterstadt-Mitte, Auskunft 03.05.2026
KirchenbuchKirchenbuch [Konf.] [Ort], Bd., Eintrag [Jahr]Kirchenbuch ev. Lindendorf, Bd. III, Eintrag 1898
Internet[Plattform]: [Inhalt], aufgerufen [Datum]Ancestry: Hermann Müller, aufgerufen 04.05.2026
Hintergrund[Thema], [Zeitraum]Flucht und Vertreibung 1944–1946

Was eine Quelle hat

FeldPflicht?Inhalt
TitelJaNach obiger Konvention
AutorWenn bekanntBei Urkunden: ausstellende Behörde
VeröffentlichungsdatumWenn bekanntDatum der Quelle selbst, nicht der Konsultation
AufbewahrungsortJaSiehe Kapitel 14
MedienWenn vorhandenFoto / Scan des Originals
NotizOptionalKontext, Auffälligkeiten, Lesehinweise

Eine Quelle, mehrere Zitate

Ein Brief ist eine Quelle, auch wenn er fünf verschiedene Fakten belegt. Für jeden Fakt wird ein Zitat angelegt, das auf dieselbe Quelle verweist. Niemals den Brief mehrfach als Quelle anlegen.

💡 Konsequenz

Wenn Du später eine bessere Transkription eines Briefes anfertigst und sie an die Quelle hängst, profitieren automatisch alle 20 Zitate. Das ist die Belohnung für saubere Trennung von Quelle und Zitat.

11 Zitate & Konfidenz-Stufen

Ein Zitat ist die konkrete Fundstelle in einer Quelle, die einen einzelnen Fakt belegt. Es enthält Quellenangabe + Detailverweis + Konfidenz.

Pflichtfelder eines Zitats

FeldInhaltBeispiel
QuelleVerknüpfung zur QuelleBrief Auguste Müller an Klara, 14.01.1955
Datum der EinsichtnahmeWann wurde die Quelle gelesen09.05.2026
Seite / FundstelleWo in der QuelleSeite 2, Absatz 3 / Foto 7 im Album
KonfidenzSehr hoch / Hoch / Normal / Niedrig / Sehr niedrigSehr hoch (Original eingesehen)
Direktes ZitatOptional: wörtlicher Ausschnitt„Klara ist gut angekommen in Sonnental."

Konfidenz-Stufen

StufeWann setzen
Sehr hochOriginaldokument einer offiziellen Stelle eingesehen (Urkunde, Kirchenbuch).
HochGut beglaubigte Kopie, mehrere unabhängige Quellen bestätigen.
NormalEine zuverlässige Quelle, plausibel.
NiedrigMündliche Überlieferung ohne unabhängige Bestätigung.
Sehr niedrigVermutung, Schlussfolgerung, widersprüchliche Quellen.

Beispiel: Geburtsurkunde Klara Müller, 1944

Aus dieser einen Urkunde entstehen mehrere Zitate, jedes an einer anderen Stelle:

Belegte AussageWo das Zitat hingehört
Geburtsdatum 12.01.1944Person Klara → Ereignis Geburt → Datum
Geburtsort MusterstadtPerson Klara → Ereignis Geburt → Ort
Mutter Auguste Müller geb. SchneiderBeziehung Klara–Auguste
Vater Hermann MüllerBeziehung Klara–Hermann
Geburtsname Schneider für AugustePerson Auguste → Geburtsname
12 Aufbewahrungsorte (Repositorien)

Der physische oder digitale Ort, an dem eine Quelle liegt. Wird einmal angelegt und von beliebig vielen Quellen referenziert.

Standardformate pro Typ

TypFormatBeispiel
StandesamtStandesamt [Stadt/Bezirk]Standesamt Musterstadt-Mitte
StadtarchivStadtarchiv [Stadt]Stadtarchiv Marktbach
LandesarchivLandesarchiv [Region], [Standort]Landesarchiv Musterregion, Marktbach
KirchenarchivKirchenarchiv [Konf.] [Stadt]Kirchenarchiv ev. Marktbach
BundesarchivBundesarchiv [Standort]Bundesarchiv Musterstadt
PrivatbesitzPrivatbesitz [Vorname Nachname]Privatbesitz Andreas Schmidt
Online-Plattform[Plattform-Name]Ancestry / FamilySearch

Beim Aufbewahrungsort werden Adresse, Webseite, Ansprechpartner und ggf. Gebühren hinterlegt. So muss beim nächsten Mal nicht wieder recherchiert werden, wie das Archiv erreichbar ist.

13 Medienobjekte & Dateinamen-Konvention

Gramps Web zeigt Dateinamen in vielen Listen und Berichten. Saubere Dateinamen vor dem Hochladen sparen später viel Aufräum-Arbeit.

Format

[TYP]_[BESCHREIBUNG]_[DATUM].endung

Typ-Kürzel und Beispiele

Typ-KürzelWofürBeispiel-Dateiname
UrkundeUrkunden (Geburt, Heirat, Tod, Namensänderung)Urkunde_GeburtKlaraMueller_1944-01-12.jpeg
BriefBrief / PostkarteBrief_AugusteAnKlara_1955-01-14_S1.jpeg
PostkarteWie Brief, anderer KontextPostkarte_AugusteAnKlara_1957-03-13.jpeg
StammbuchFamilienstammbuch (Seiten)Stammbuch_Schmidt-Mueller_S01.jpeg
FotoFrei stehendes EinzelfotoFoto_HermannMueller_1898.jpeg
AlbumGRUEN / AlbumBRAUNFoto aus einem konkreten AlbumAlbumGRUEN_FamilieMueller_S07.jpeg
ZeugnisZeugnis / DiplomZeugnis_StefanSchmidt_Abitur_1986.jpeg
KarteLandkarte / StadtplanKarte_Lindendorf_um1900.jpeg
HintergrundSekundärliteratur, Recherche-PDFsHintergrund_FluchtVertreibung_1944-1946.pdf
ScanSonstiger Scan ohne eigene KategorieScan_Sterbeanzeige_HermannMueller_1975.pdf

Regeln im Detail

  • Keine Umlaute (ä → ae, ö → oe, ü → ue, ß → ss).
  • Keine Leerzeichen — Unterstrich _ statt dessen.
  • ISO-Datum: 1944-01-12 (rückwärts: Jahr-Monat-Tag) — so sortieren Dateien automatisch chronologisch.
  • Mehrseitige Dokumente: _S01, _S02, _S03
  • Personen-Namen ohne Leerzeichen: KlaraMueller, AugusteMueller.
  • Dateiname unter 80 Zeichen halten — sonst werden Pfade in Backups und Berichten unübersichtlich.

Pro Medienobjekt

  • Titel: kurz, was zu sehen ist — z. B. „Klara in Sonnental, 1955"
  • Beschreibung: vollständig — Wer / wo / wann / Kontext
  • Datum: das Datum des Fotos selbst, wenn bekannt
  • Region-Markierung: abgebildete Personen als Region markieren (nur auf Bildern, nicht auf PDFs)
14 Album-Workflow: PDF → Einzelfoto → Verknüpfung

Aus einem Album-PDF entstehen in fünf Phasen einzelne in Gramps Web verwertbare Foto-Datensätze.

Werkzeuge

  • PDF anzeigen: Adobe Acrobat Reader oder Browser (Chrome, Edge, Firefox).
  • Einzelfoto ausschneiden: Windows Snipping Tool (Windows+Umschalt+S) oder Mac Bildschirmfoto (Cmd+Umschalt+4). Für höhere Qualität: IrfanView oder GIMP.

Phase 1 — Album-PDF als Quelle anlegen

Einmalig pro Album:

  1. Quellen → + Neue Quelle
  2. Titel: „Album GRÜN" (bzw. „Album ROT", „Album BLAU")
  3. Autor: Auguste Müller geb. Schneider (oder unbekannt, falls strittig)
  4. Veröffentlichungsdatum: ca. 1940–1965 (Entstehungszeitraum)
  5. Aufbewahrungsort: Privatbesitz Andreas Schmidt
  6. Notiz: kurz beschreiben, was das Album enthält und wer es geführt hat
  7. Bereich Medien → PDF hochladen (z. B. Album_GRUEN_01.pdf)
  8. Etikett Q-Belegt setzen

Phase 2 — Einzelfoto extrahieren

Pro Foto: PDF im Viewer aufmachen, gewünschte Seite anzeigen, mit Snipping-Tool den Bereich des Fotos markieren, Bild zwischenspeichern. Bei Bedarf mit IrfanView/GIMP zuschneiden und drehen.

Phase 3 — Foto benennen

Vor dem Upload den Dateinamen nach Konvention vergeben (siehe Kapitel 13):

AlbumGRUEN_KlaraInSonnental_1955.jpeg

Phase 4 — In Gramps Web hochladen

  1. Medien → + Neues Medium
  2. Datei hochladen
  3. Titel: kurz, was zu sehen ist („Klara in Sonnental, 1955")
  4. Beschreibung: vollständig — Wer / wo / wann / Kontext
  5. Datum: das Datum des Fotos selbst

Phase 5 — Verknüpfen (der entscheidende Schritt)

5.1 Personen-Region markieren

  1. Detailansicht des Mediums → Verknüpfungen → Region hinzufügen
  2. Mit der Maus ein Rechteck um das Gesicht der Person ziehen
  3. Person auswählen, speichern
  4. Bei mehreren Personen: pro Person eine Region

Bei reinen Porträts kannst Du die Region weglassen und einfach die Person als „abgebildete Person" verknüpfen.

5.2 Quelle und Zitat verknüpfen

  1. Bereich Quellen/Zitate → + Zitat hinzufügen
  2. Bestehende Quelle wählen → Album GRÜN
  3. Fundstelle: „Seite 5, oben rechts, handschriftliche Beschriftung"
  4. Datum der Einsichtnahme: heute
  5. Konfidenz: Hoch oder Sehr hoch

5.3 Mit Ereignis verknüpfen

  1. Zum betreffenden Ereignis navigieren (z. B. „Aufenthalt Klara in Sonnental, 1955")
  2. Falls noch nicht vorhanden: Ereignis jetzt anlegen
  3. Bereich Galerie → + Hinzufügen → bestehendes Medium wählen
💡 Zwei Ebenen: PDF und Einzelfotos

Das PDF bleibt als Medium an der Album-Quelle. Jedes extrahierte Einzelfoto ist ein zusätzliches eigenes Medium, das per Zitat auf dieselbe Album-Quelle verweist. Region-Markierung gibt es nur auf Bildern, nicht auf PDFs.

15 Notizen — wann ja, wann nein

Notizen sind das Sammelbecken für Freitext, der in kein anderes Feld passt. Aber: Was in ein anderes Feld passt, gehört NICHT in die Notiz (Prinzip 1, Kapitel 01).

Wann eine Notiz

  • Kontextinformationen zu einem Ereignis, die über die Beschreibung hinausgehen
  • Transkription eines Briefes als Volltext
  • Lebensläufe in narrativer Form
  • Forschungsstand bei unklaren Vorfahren
  • Hinweise auf Auffälligkeiten, Lesehinweise zu Quellen

Wann KEINE Notiz

InformationGehört nicht in die Notiz, sondern in:
GeburtsdatumDatumsfeld des Geburts-Ereignisses
BerufBeruf-Ereignis
OrtOrtsliste
Status der RechercheEtiketten-System (R-Etiketten)
Historischer HintergrundEigene H-Quelle (siehe Kapitel 20)

Format

  • Überschrift am Anfang, wenn die Notiz länger als 5 Zeilen ist
  • Datum in der Form JJJJ-MM-TT, wenn die Notiz an ein bestimmtes Ereignis erinnert
  • Bei mehreren Einträgen: chronologisch, neueste zuoberst, mit Datum des Eintrags
16 Aufgaben (To-Do)

Gramps Web hat ein integriertes Aufgabensystem. Aufgaben werden technisch als Quellen mit Etikett „Aufgabe" gespeichert und sind so auch in Gramps Desktop sichtbar.

Format

[VERB] [WAS] [WO/WER] [WARUM, optional]

Gut und Schlecht

GutSchlecht
Geburtsurkunde Hermann Müller beim Standesamt Lindendorf anfragen — für Stammbaum Generation +1Mal nachsehen (was, wo?)
Album GRÜN Seite 12–18 transkribieren — beschriftet von Auguste MüllerHermann recherchieren (zu unspezifisch)
Westpreußisches Kirchenbuch Lindendorf prüfen, ob Hermann 1898 dort getauft wurdeAlbum sortieren

Statusfelder

StatusWann setzen
OffenNeu erstellt, nicht begonnen
In ArbeitGerade dran
Wartet auf AntwortBehörde angeschrieben, Antwort steht aus
ErledigtAbgeschlossen, mit Ergebnis-Notiz
VerworfenSich erledigt, nicht weiter verfolgt
💡 Etiketten dazu

Eine Aufgabe trägt zusätzlich R5-Zu prüfen (eigene Recherche) oder R6-Wartet auf (externe Antwort offen). So tauchen offene Aufgaben in der R-Filter-Ansicht auf.

17 Etiketten — alle fünf Klassen (Q, R, H, S, B)

Etiketten sind Gramps Webs Werkzeug zur schnellen Orientierung. Jedes Objekt — Person, Ereignis, Quelle, Medium — bekommt mindestens ein Q-Etikett. Etiketten werden farbig dargestellt und können in Listen gefiltert werden.

Klasse Q — Quellen-Status

Wie belastbar ist die Information? Ampelfarben Grün → Gelb → Rot. Ein Q-Etikett pro Objekt.

EtikettHexWann setzen
Q-Belegt#27AE60Quelle vorhanden, eindeutig. Standardfall bei Urkunden und Primärdokumenten.
Q-Vermutet#F39C12Plausible Annahme aus Indizien, kein harter Beleg.
Q-Strittig#E74C3CWidersprüchliche Quellen — beide bleiben erfasst, primäre ist markiert.
Q-Unbelegt#95A5A6Aussage ohne Quelle. Soll vermieden werden — gleich Recherche-Aufgabe anlegen.

Klasse R — Recherche-Workflow

Bearbeitungszustand mit Nummerierung für korrekte Sortierung. R1–R4 sind der Lebenszyklus, R5 und R6 Sonderzustände.

EtikettHexWann setzen
R1-Eingang#AED6F1Gerade hinzugefügt, noch nichts weiter gemacht. Standard für neue Quellen.
R2-Zu sortieren#5DADE2Sammelobjekt, muss in Einzelstücke zerlegt werden (z. B. großes Album-PDF).
R3-Zu zuordnen#3498DBQuelle ist im System, aber Zitate fehlen noch.
R4-In Arbeit#1F618DWird aktiv bearbeitet — andere sollten nicht parallel arbeiten.
R5-Zu prüfen#1A5276Konkrete offene Frage. Frage im Notizfeld formulieren.
R6-Wartet auf#85929EExterner Input nötig. Eigene Arbeit ruht.

Klasse H — Hintergrund / Sekundärmaterial

Für Quellen, die nicht eine konkrete Person-Aussage belegen, sondern den historischen Rahmen liefern. An mehrere Personen verknüpfbar, wiederverwendbar (siehe Kapitel 20).

EtikettHexWann setzen
H-Hintergrund#B7950BAllgemeines historisches Hintergrund-PDF (Krieg, Migration, Epoche).
H-Region#935116Hintergrund zu einer Region (Stadt, Provinz, Landstrich).
H-Beruf#784212Hintergrund zu einem Berufsstand oder einer Tätigkeit.

Klasse S — Spezial

S-Etiketten werden zusätzlich zu Q- und R-Etiketten gesetzt. Sie markieren etwas dauerhaft Besonderes.

EtikettHexWann setzen
S-Schlüsselereignis#D4A017Prägendes Lebensereignis: Geburten, Todesfälle, Heiraten von Schlüsselpersonen; Migrationen; Tiefpunkte.
S-Privat#5A5A5ASensibler Inhalt. Nur Owner/Editor sehen das Objekt. Für Material zu lebenden Personen oder schmerzhaften Themen.

Klasse B — Buch- und Blog-Themen

Für spätere Synthese-Arbeiten. Gruppiert Inhalte nach geplanten Schreibthemen. Beim Buchschreiben gezielt filterbar: „Alle Quellen für Kapitel V".

EtikettHexWann setzen
B-Buch-K-I bis VIII#8E44ADPro Buchkapitel ein eigenes B-Etikett (römische Zahl I–VIII einsetzen).
B-Blog-Idee#BB8FCEMaterial, das einen Blog-Artikel anregen könnte.
💡 Lebenszyklus einer Quelle

R1-Eingang → R2-Zu sortieren → R3-Zu zuordnen → R4-In Arbeit → Q-Belegt. Sobald Q-Belegt gesetzt ist, werden alle R-Etiketten entfernt. R5 und R6 können jederzeit zusätzlich gesetzt werden.

18 Hintergrundquellen & die Vier-Ebenen-Disziplin

Diese Empfehlung ist die wichtigste Neuerung gegenüber dem klassischen Stammbaum: Historisches Hintergrundwissen wird als eigene Quelle erfasst, nicht in den Personennotizen.

Vier Ebenen der Information

Jede Aussage in einem Familienbuch gehört zu einer von vier Ebenen. Klar zu trennen, was zu welcher Ebene gehört, ist die wichtigste Vorbereitung des Buchprojekts — und gleichzeitig eine Datenbank-Hygiene-Frage.

EbeneWasWohin
1 — Personen- und Ereignis-FaktenWas diese konkrete Person konkret getan hat. „Hermann floh im Februar 1945 aus Lindendorf."Als Ereignis bzw. Notiz am Ereignis
2 — PrimärquellenWas die Person selbst zu ihrer Erfahrung gesagt hat. Brief Hermanns an Auguste, März 1945.Als Quelle ans Ereignis, mit Zitaten
3 — Historischer HintergrundWas um die Person herum geschah, unabhängig von ihr. „Flucht und Vertreibung 1944–1946."Eigene Quelle vom Typ Hintergrund, NICHT in Hermanns Personennotiz
4 — Synthese im BuchBiografischer Faden + Hintergrund-Einschub + Brief-Zitat + sprachliche FormSchreibarbeit, kein Datenbank-Eintrag

Drei Vorteile der Trennung

  • Wiederverwendbarkeit. Ein einziges PDF „Flucht und Vertreibung 1944–46" kann an drei Vorfahren verknüpft werden, die alle betroffen waren.
  • Saubere Trennung von Fakt und Kontext. In Hermanns Personenprofil steht, was Hermann konkret tat. Was 1945 los war, ist eine separate Information.
  • Wahlfreiheit für den Leser. In der Quellenliste sieht man: Brief 1945, Meldekarte, [Hintergrund] Flucht. Wer Kontext will, klickt.

Walk-Through: Eine Hintergrundquelle anlegen

Beispiel: „Flucht und Vertreibung 1944–1946" als Quelle für die Familie Müller.

  1. PDF mit historischen Eckdaten erstellen. Eigener Text (2–5 Seiten), Karten mit Beschriftungen, Zeittafel oder kommentierte Linkliste. Speichern als Hintergrund_FluchtVertreibung_1944-1946.pdf.
  2. Quelle anlegen: Titel „Flucht und Vertreibung 1944–1946", Autor: Verfasser des Hintergrund-PDFs, Aufbewahrungsort: Privatbesitz oder Sekundärliteratur.
  3. Etikett H-Hintergrund setzen (ggf. zusätzlich H-Region für regionale Detailangabe).
  4. An alle relevanten Personen und Ereignisse verknüpfen — Wiederverwendbarkeit ist der Punkt.
III

Komplette Walk-Throughs

7 Kapitel
19 Walk-Through: Standardfamilie Klara × Friedrich Schmidt

Wir legen die Familie um Klara Müller (Tochter von Hermann und Auguste) und Friedrich Schmidt an. Sie haben zwei eheliche Söhne: Stefan und Andreas.

💡 Drei Grundregeln für Familien
  1. Eine Familie = ein Datenobjekt = eine Eltern-Kombination. Wenn eine Person zwei verschiedene Partnerschaften hatte, sind das zwei verschiedene Familien-Objekte mit dieser Person in beiden.
  2. Der Beziehungstyp der Familie sagt, wie die Verbindung war. Verheiratet, Unverheiratet, Lebenspartnerschaft, Geschieden. Niemals leer lassen.
  3. Kind-Eltern-Beziehung ist nicht immer biologisch. Gramps unterscheidet Birth, Adopted, Stepchild, Foster, Unknown. Bei jedem Kind explizit setzen.

Schritt 1 — Personen anlegen

  1. Klara Müller — Vorname Klara, Geburtsname Müller, Geschlecht weiblich.
  2. Friedrich Schmidt — Vorname Friedrich, Geburtsname Schmidt, Geschlecht männlich.
  3. Stefan Schmidt — Geburtsname Schmidt (eheliches Kind, trägt den Vatersnamen).
  4. Andreas Schmidt — wie Stefan.

Bei jeder dieser Personen: gleich das Geburts-Ereignis anlegen (Datum, Ort, Quelle), bei Bedarf auch Tod und weitere Person-Ereignisse (Beruf, Wohnsitze).

Schritt 2 — Familie anlegen

  1. Familien-Ansicht → Neue Familie.
  2. Vater: Friedrich Schmidt — Mutter: Klara Müller.
  3. Beziehungstyp: Verheiratet.
  4. Heirats-Ereignis hinzufügen: Datum, Ort, Quelle (Standesamt + Urkunden-Nummer).
  5. Optional: zweites Ereignis Kirchliche Trauung an derselben Familie.

Schritt 3 — Kinder mit der Familie verknüpfen

  1. In der Familienansicht: Kind hinzufügen → Stefan Schmidt → Beziehungstyp Birth.
  2. Wiederholen für Andreas Schmidt.
⚠ Wichtig

Den Beziehungstyp Birth musst Du jedes Mal aktiv auswählen. Bleibt das Feld leer, ist die Beziehung formal Unknown — sieht später in Berichten merkwürdig aus.

20 Walk-Through: Uneheliches Kind (Thomas Müller)

Elisabeth Müller (Schwester von Klara) bekommt 1958 ein Kind: Thomas. Vater nicht ermittelt. Thomas trägt den Mädchennamen seiner Mutter — Müller, nicht etwa einen erfundenen Vatersnamen.

Was lege ich für Thomas Müller wie an?

#ObjektWie genau
1Person Elisabeth MüllerFalls noch nicht vorhanden, normal anlegen.
2Person Thomas MüllerGeburtsname Müller (= Müttername). Vorname Thomas. Geschlecht männlich. Geburts-Ereignis: Datum, Ort, Quelle (Geburtsurkunde).
3Notiz an Person ThomasWortlaut: „Uneheliches Kind. Trägt den Mädchennamen der Mutter Elisabeth Müller. Biologischer Vater nicht rechtlich anerkannt / nicht ermittelt."
4Familie anlegenVater-Feld LEER LASSEN (keinen Platzhalter „NN" eintragen!). Mutter: Elisabeth Müller.
5Beziehungstyp der FamilieUnverheiratet oder Single Parent — NIEMALS leer lassen.
6Thomas in der Familie hinzufügenAls Kind. Beziehung zur Mutter: Birth. Vater-Beziehung: leer (entspricht Unknown).
7Etiketten an ThomasQ-Belegt (Geburtsurkunde da). Bei Bedarf S-Schlüsselfigur.
⚠ Niemals NN-Personen anlegen

Versuche nicht, einen unbekannten Vater als „NN Müller" oder „Unbekannt Müller" als Platzhalter-Person einzutragen. Das verschmutzt die Personensuche, verzerrt Statistiken und macht Berichte unbrauchbar. Ein leeres Feld bedeutet in Gramps: unbekannt — das ist die korrekte Information.

21 Walk-Through: Patchwork — Elisabeth heiratet Werner Bruns

Nach der Geburt von Thomas heiratet Elisabeth 1962 Werner Bruns. Aus dieser Ehe stammen die Töchter Karin und Petra. Wichtig: Das ist eine zweite, separate Familie — nicht etwa eine Erweiterung der „Familie Thomas".

So baust Du die Patchwork-Konstellation auf

#ObjektWie genau
1Person Werner BrunsNeu anlegen, falls noch nicht vorhanden.
2Zweite Familie anlegenVater: Werner Bruns. Mutter: Elisabeth Müller — dieselbe Person wie in Kapitel 20! Nicht doppelt anlegen.
3BeziehungstypVerheiratet.
4Heirats-Ereignis an der zweiten FamilieDatum, Ort, Quelle (Heiratsurkunde, Familienbuch).
5Person Karin BrunsGeburtsname Bruns. Eigene Geburts-Ereignis-Daten.
6Karin in der zweiten Familie hinzufügenBeziehung zu beiden Eltern: Birth.
7Person Petra Bruns + hinzufügenAnalog Karin.

Was Gramps Web jetzt automatisch leistet

PersonMutterVaterGeschwister / Halbgeschwister
Thomas MüllerElisabeth Müller— (unbekannt)Halbschwestern: Karin, Petra
Karin BrunsElisabeth MüllerWerner BrunsVollschwester Petra · Halbbruder Thomas
Petra BrunsElisabeth MüllerWerner BrunsVollschwester Karin · Halbbruder Thomas

Weitere Sonderfälle

FallWie
AdoptionBiologische Familie + Adoptivfamilie beide erhalten. Kind in Adoptivfamilie mit Beziehung Adopted. Ereignis „Adoption" an der Adoptivfamilie.
Vormundschaft / PflegeKeine Familie, sondern Person Association (Personen-Beziehung).
NamensänderungMehrere Namen pro Person mit Typ Birth Name / Also Known As / Married Name. Den spätesten als primär markieren. Ereignis „Namensänderung" pro Urkunde.
Sukzessive EhenPro Ehe eine eigene Familie. Heirat als Ereignis an jeder Familie. Scheidung als zusätzliches Ereignis.
HalbgeschwisterNIE manuell verknüpfen — Gramps erkennt automatisch gemeinsame Elternteile.
💡 Halbgeschwister NIE manuell verknüpfen

Die Halbgeschwister-Beziehung zwischen Thomas und Karin/Petra ergibt sich automatisch daraus, dass Elisabeth in beiden Familien als Mutter eingetragen ist. Würdest Du das von Hand verknüpfen, hättest Du doppelte Information und Inkonsistenzen bei späteren Korrekturen.

22 Walk-Through: Familienbuch ablegen

Du hast ein Familienstammbuch in der Hand — gedruckt 1966, ausgestellt anlässlich der Heirat Klara × Friedrich Schmidt. Es enthält die Heiratsurkunde, die kirchliche Trauung, Geburtsdaten beider Eheleute, deren Eltern, später nachgetragen die Geburten von Stefan und Andreas. Wie legst Du das in Gramps Web ab?

Drei-Ebenen-Modell

EbeneWas es istBeispiel
AufbewahrungsortWo das Original liegtPrivatbesitz Andreas Schmidt
QuelleDas Dokument selbstFamilienstammbuch Schmidt-Müller, 1966
ZitatKonkrete Fundstelle für EINE AussageSeite 2, Eintrag „Mutter"

Vorab: Dateien vorbereiten

  • Stammbuch komplett scannen, jede Seite einzeln.
  • Dateinamen vor dem Upload: Stammbuch_Schmidt-Mueller_S01.jpeg, _S02.jpeg, …
  • PDF mit dem ganzen Stammbuch: Stammbuch_Schmidt-Mueller_Komplett.pdf.

Schritt 1 — Aufbewahrungsort anlegen

  1. Aufbewahrungsorte → Neu.
  2. Typ: Privatbesitz. Name: „Privatbesitz Andreas Schmidt".
  3. Adresse, Ansprechpartner hinterlegen.

Schritt 2 — Quelle anlegen

  1. Quellen → Neue Quelle.
  2. Titel: „Familienstammbuch Schmidt-Müller, Heirat 07.07.1966, Standesamt I Hannover".
  3. Autor: ausstellende Behörde (Standesamt I Hannover).
  4. Veröffentlichungsdatum: 1966 (Druckjahr des Buchs).
  5. Aufbewahrungsort: → Privatbesitz Andreas Schmidt.
  6. Medien-Bereich: das komplette PDF hochladen + die Einzelseiten als JPEGs.
  7. Etikett Q-Belegt setzen.

Schritt 3 — Zitate anlegen (pro belegtem Fakt eines)

Belegte Aussage (Beispiel)Wo das Zitat hingehört
Heirat 07.07.1966 in HannoverFamilie Klara × Friedrich → Heirats-Ereignis → Datum & Ort
Kirchliche Trauung am selben TagFamilie Klara × Friedrich → Ereignis „Kirchliche Trauung"
Friedrich Schmidt, Beruf ElektrikerPerson Friedrich → Beruf-Ereignis
Klara, Beruf KontoristinPerson Klara → Beruf-Ereignis
Klaras Vater: Hermann Müller, wohnhaft HannoverPerson Klara → Eltern-Verknüpfung + Aufenthalt-Ereignis Hermann
Klaras Mutter: Auguste Müller geb. SchneiderPerson Klara → Eltern-Verknüpfung. Person Auguste → Geburtsname Schneider.
Geburt Stefan Schmidt 1968 (nachgetragen)Person Stefan → Geburts-Ereignis

Schritt 4 — Etiketten an die Quelle

  • Q-Belegt — Originaldokument liegt vor.
  • Familienname als Tag, z. B. Schmidt-Müller, für späteres Filtern.
  • Bei Stammbüchern aus den Jahren 1934–1945: zusätzlich Etikett NS-Quelle und Begleitdokument verlinken.
💡 Eine Quelle, viele Zitate

Du legst das Familienstammbuch genau EINMAL als Quelle an, auch wenn Du daraus zwanzig Einzelfakten belegst. Jeder Fakt wird ein Zitat, das auf dieselbe Quelle zeigt.

23 Walk-Through: Geburtsurkunde Klara Müller, 1944

Eine Urkunde ist die stärkste Quellenart. Konfidenz typischerweise Sehr hoch. Eine Geburtsurkunde belegt mehrere Tatsachen gleichzeitig, die jeweils ein eigenes Zitat bekommen.

Schritt 1 — Scan vorbereiten

Dateiname nach Konvention: Urkunde_GeburtKlaraMueller_1944-01-12.jpeg

Schritt 2 — Aufbewahrungsort (falls neu)

  1. Aufbewahrungsorte → + Neu.
  2. Typ: Standesamt. Name: „Standesamt Musterstadt-Mitte".
  3. Adresse, Webseite, ggf. Gebühren hinterlegen.

Schritt 3 — Quelle anlegen

  1. Quellen → + Neue Quelle.
  2. Titel: Geburtsurkunde Klara Müller, 1944
  3. Autor: Standesamt Musterstadt-Mitte (die ausstellende Behörde).
  4. Veröffentlichungsdatum: das Ausstellungsdatum der Urkunde.
  5. Aufbewahrungsort: → Standesamt Musterstadt-Mitte.
  6. Speichern.

Schritt 4 — Scan als Medium

  1. Medium hochladen.
  2. Titel: „Geburtsurkunde Klara Müller, Scan".
  3. Beschreibung: Urkundennummer, Hinweis auf Aufbewahrung.
  4. Etikett Q-Belegt setzen.

Schritt 5 — Zitate für jeden belegten Fakt

Belegte AussageZitat-ZielKonfidenz
Geburtsdatum 12.01.1944Person Klara → Ereignis Geburt → DatumSehr hoch
Geburtsort MusterstadtPerson Klara → Ereignis Geburt → OrtSehr hoch
Mutter Auguste Müller geb. SchneiderFamilie Hermann × Auguste → Klara als KindSehr hoch
Vater Hermann MüllerFamilie Hermann × Auguste → Klara als KindSehr hoch
Geburtsname Schneider für AugustePerson Auguste → GeburtsnameSehr hoch

Pro Zitat: Datum der Einsichtnahme (heute), Seite/Fundstelle (z. B. „Eintrag Nr. 47/1944"), Konfidenz „Sehr hoch (Original eingesehen)".

24 Walk-Through: Brief Auguste an Klara, 14.01.1955

Ein Brief belegt typischerweise mehrere Fakten — Wohnort, Gesundheit, Familienereignisse. Konfidenz meist Hoch (Aussagen aus erster Hand, aber keine amtliche Urkunde).

Schritt 1 — Scans vorbereiten

Jede Seite einzeln: Brief_AugusteAnKlara_1955-01-14_S1.jpeg, _S2.jpeg, …

Schritt 2 — Quelle anlegen

  1. Titel: Brief Auguste Müller an Klara, 14.01.1955
  2. Autor: Auguste Müller (die Verfasserin).
  3. Veröffentlichungsdatum: 14.01.1955.
  4. Aufbewahrungsort: Privatbesitz Andreas Schmidt.
  5. Bereich Medien: alle Seiten-Scans hochladen.

Schritt 3 — Volltext-Transkription als Notiz

Volltext-Transkription, Zeile für Zeile.

💡 Transkriptions-Konvention
  • Originale Rechtschreibung beibehalten (auch Tippfehler)
  • Unleserliche Stellen: [unleserlich] oder [Wort?]
  • Streichungen im Original: ~~durchgestrichen~~
  • Spätere Einfügungen: «eingeschoben»
  • Alternative Lesarten: Olemburg [oder: Oldenburg?]

Schritt 4 — Zitate: ein Zitat pro inhaltlicher Aussage

Aussage im BriefZitat-ZielKonfidenz
Klara ist in Sonnental angekommenEreignis „Aufenthalt Klara in Sonnental 1955"Hoch
Auguste lebt in Musterstadt in einer WohnungPerson Auguste → Aufenthalt 1955Hoch
Hermann ist krank und schläft vielPerson Hermann → Notiz GesundheitNormal
Elisabeth hat ein Kind bekommenPerson Elisabeth → Ereignis Geburt ThomasHoch
25 Walk-Through: Mündliche Erzählung — Gespräch mit Klara

Mündliche Erzählungen sind die fragilste, aber oft wertvollste Quellenart der Familiengeschichte.

⚠ Konfidenz ehrlich setzen

Mündliche Erzählungen haben fast nie Konfidenz Sehr hoch. Normal bei direkter Erinnerung an Selbsterlebtes, Niedrig bei Hörensagen, Sehr niedrig bei Familienmythen ohne weitere Belege.

Schritt 1 — Vorbereitung

Fragenliste vor dem Gespräch erstellen: offene Personen, Ereignisse, Orte, hängende Aufgaben in der Datenbank.

Schritt 2 — Gespräch protokollieren

MethodeKonfidenz-GewinnAufwand
Tonbandaufnahme + TranskriptionHoch — verifizierbarHoch
Mitschrift während des GesprächsMittelMittel
Gedächtnisprotokoll im AnschlussNiedrig — ErinnerungsfilterNiedrig

Schritt 3 — Quelle anlegen

  1. Titel: Erzählung Klara Schmidt, 09.05.2026, Kindheit
  2. Autor: Klara Schmidt (die erzählende Person).
  3. Veröffentlichungsdatum: 09.05.2026 (Datum des Gesprächs).
  4. Aufbewahrungsort: Privatbesitz Stefan Schmidt.

Schritt 4 — Protokoll als Notiz, Audio als Medium

Protokoll strukturiert nach Themen, nicht nach Reihenfolge des Gesprächs. Audiodatei (falls vorhanden) als Medium anhängen.

Schritt 5 — Zitate pro Aussage

Art der ErinnerungKonfidenz
Eigenes Erleben aus jüngerer Vergangenheit („Ich war 1955 im Heim Sonnental")Hoch
Länger Zurückliegendes oder gut erinnertes HörensagenNormal
Vage Erinnerungen, FamilienmythenNiedrig
Widerspruch zu anderen QuellenSehr niedrig
IV

Sonderfälle & Spezialthemen

3 Kapitel
26 Sonderfälle Familien: Adoption, Vormundschaft, Namensänderung, unbekannte Eltern

Schwierig wird es in der Stammbaum-Pflege bei den Sonderkonstellationen: Adoption, Vormundschaft, Namensänderungen, unbekannte Eltern. Genau diese Fälle häufen sich in jeder längeren Familiengeschichte.

Adoption — zwei Familien gleichzeitig

Bei Adoption hat ein Kind zwei Familien gleichzeitig in der Datenbank. Beide bleiben erhalten.

  1. Biologische Familie anlegen (falls bekannt), Beziehung Birth zu beiden Eltern.
  2. Adoptivfamilie anlegen, dasselbe Kind hinzufügen, Beziehung Adopted.
  3. Ereignis Adoption an der Adoptivfamilie mit Datum und Quelle.

Vormundschaft und Pflege — keine Familie!

Vormundschaft ist keine Adoption. Das bildet man nicht als Familie ab, sondern als Beziehung zwischen Personen (Person Association).

Namensänderungen — mehrere Namen an einer Person

Beispiel: Klara hatte mehrere dokumentierte Namensänderungen.

  1. In der Personenansicht: Bereich Namen.
  2. Erster Name: Geburtsname Müller — Typ Birth Name, Datum 12.01.1944.
  3. Zweiter Name: nach Änderung — Typ Also Known As, Datum laut Urkunde.
  4. Dritter Name: Schmidt nach Heirat — Typ Married Name.
  5. Den spätesten Namen als primär markieren.
  6. Ereignis „Namensänderung" pro Urkunde mit Datum, Ort, Quelle.

Unbekannte Eltern — Slot leer, kein NN

Beispiel: Hermann Müllers Vater ist nicht ermittelt.

  1. Hermann als Person anlegen mit allen bekannten Daten.
  2. Familie anlegen mit Hermann als Kind.
  3. Vater-Slot leer lassen, wenn nicht ermittelt.
  4. Keine NN-Eltern anlegen!
  5. Notiz: „Eltern derzeit nicht ermittelt. Recherche im Standesamt Lindendorf läuft."
  6. Etikett R5-Zu prüfen.
  7. Aufgabe anlegen: „Eltern Hermann Müller, Lindendorf um 1898, recherchieren".

Halbgeschwister — automatisch, nicht manuell

Nicht explizit anzulegen — sie ergeben sich automatisch aus geteilten Elternverknüpfungen. Voraussetzung: dieselbe Person ist in beiden Familien als Elternteil eingetragen.

Sukzessive Ehen — pro Ehe eine Familie

  • Pro Ehe eine eigene Familie.
  • Heirat als Ereignis an jeder Familie.
  • Scheidung als zusätzliches Ereignis an der ersten Familie.
27 Sonderfälle Quellen: Widersprüche, primär/sekundär, Internet, Hierarchien

Widersprüchliche Quellen

Beispiel: Für Hermann Müller sagt eine Quelle 1898, eine andere 1899. So gehen wir vor:

  1. Beide Quellen anlegen. Keine wird gelöscht.
  2. Pro Quelle das Zitat zur Aussage setzen, mit eigener Konfidenz.
  3. An der Person das primäre Datum wählen (aus der höher gewichteten Quelle).
  4. Notiz an der Person: „Geburtsjahr widersprüchlich. Quelle A: 1898. Quelle B: 1899. Stand: A bevorzugt."
  5. Etikett Q-Strittig setzen.
  6. Aufgabe anlegen: „Geburtsdatum Hermann Müller klären".

Primäre vs. sekundäre Quellen

Beide dürfen erfasst werden — die Primärquelle hat aber immer die höhere Konfidenz.

AussagePrimäre QuelleSekundäre Quelle
Klara wurde 1944 geborenGeburtsurkunde 1944 (Original)Erzählung von Klara heute
Auguste und Hermann heirateten 1928Heiratsurkunde 1928Familienstammbuch mit Datum
Hermann kam aus LindendorfGeburtsurkunde Lindendorf 1898Erzählung der Tochter Elisabeth

Internet-Quellen mit Verfallsdatum

Webseiten verschwinden oder ändern sich. Sicherung:

  1. Quelle anlegen mit Titel Ancestry: Hermann Müller, aufgerufen 04.05.2026
  2. Vollständige URL in das Beschreibungsfeld.
  3. Screenshot der relevanten Seite als Medienobjekt anhängen.
  4. Optional: Wayback-Machine-URL hinterlegen.

Quellen-Hierarchien

Manche Quellen bestehen aus Teilen, die wiederum eigenständige Quellen sind. Gramps Web erlaubt hierarchische Strukturierung: eine übergeordnete Sammlung, in der Einzelquellen enthalten sind.

Zitate immer an der spezifischsten zitierbaren Quelle ansetzen — nicht an der übergeordneten Sammlung.

28 Karten-Ansichten in Gramps Web

Gramps Web stellt eine globale Karten-Ansicht bereit — keine personen- oder familienspezifischen Modi wie in Gramps Desktop. Was Gramps Web stattdessen sehr stark macht: die Kombination aus Zeitschieber und historischer Karte (OpenHistoricalMap).

Was die Karte kann

FunktionWas sie tut
Alle Orte mit KoordinatenJeder erfasste Ort des Trees wird als Pin angezeigt
Layer-Wähler (unten links)Umschalten zwischen Basiskarte (OpenStreetMap, heute) und Historischer Karte (OpenHistoricalMap)
Zeitschieber (unten)Filtert die Pins nach Ereignis-Datum innerhalb einer einstellbaren ±-Spanne
Custom OverlayEigene georeferenzierte historische Karten als Bild-Overlay (z.B. Kataster von 1860)
Was es in Web nicht gibt

Personen-Karte (GeoPerson) und Bewegungs-Karte (GeoMoves) sind in Gramps Web nicht implementiert — sie existieren nur in Gramps Desktop. Wer Karteneffekte pro Person braucht: Tree per Web-Sync-Add-on in Desktop-Gramps öffnen.

Voraussetzungen, damit ein Ort auf der Karte erscheint

  • Ort hat Koordinaten — Breitengrad und Längengrad sind im Ort hinterlegt
  • Ereignis ist mit dem Ort verknüpft — über die Ortsauswahl, nicht als Freitext
  • Ereignis hat ein Datum — sonst greift der Zeitschieber nicht und der Pin verschwindet bei jedem Filter
  • Ereignistyp ist eindeutig — Aufenthalt ≠ Reise; saubere Trennung lohnt sich

Praxis-Tipp: Zeitreise zur richtigen Epoche

Wenn Du einen Ahnen um 1850 in Schlesien erfassen willst und sehen möchtest, wie die Region damals aussah: Zeitschieber auf 1850 ± 10 stellen und Layer-Wähler auf Historische Karte. Plötzlich siehst Du die deutschen Provinzgrenzen, die heute nicht mehr existieren, und kannst kontrollieren, ob der Ortsname stimmt.

OpenHistoricalMap ist je nach Region unterschiedlich gut

OHM wird gemeinschaftlich gepflegt. Für Deutschland sind viele Bereiche schon ordentlich erfasst, für Osteuropa und andere Regionen oft noch dünn. Wenn der historische Layer leer wirkt: vermutlich gibt es für Deinen Bereich noch keine OHM-Daten.

V

Dokumenten-Ablage — Übersicht

1 Kapitel
29 Dokumenttyp → wie ablegen (vollständige Übersicht)

Diese Tabelle ist der Schnellgriff: Du hast ein Dokument in der Hand und willst wissen, wie es einsortiert wird.

DokumenttypQuelle?Wie genau ablegen
GeburtsurkundeJa, einzelnAufbewahrung: Standesamt Musterstadt. Scan in Galerie an der Quelle. Zitate an: Geburtsdatum (Person), Geburtsort (Person), Mutter (Familienverknüpfung), Vater (Familienverknüpfung), Geburtsname Mutter.
HeiratsurkundeJa, einzelnAufbewahrung: Standesamt. Zitate an: Heirats-Ereignis der Familie, ggf. Wohnort der Partner, Berufe.
SterbeurkundeJa, einzelnAufbewahrung: Standesamt. Zitate an: Tod-Ereignis der Person, ggf. Todesursache (Notiz), Bestattungsort.
Familienbuch / StammbuchJa, EIN Stammbuch = EINE QuelleAufbewahrung: Privatbesitz. PDF + Einzelseiten in Galerie. Pro Eintrag ein Zitat. Bei NS-zeitlichen Stammbüchern: Begleitdokument verlinken.
Brief / PostkarteJa, EIN Brief = EINE QuelleAufbewahrung: Privatbesitz. Scans nummeriert in Galerie. Pro belegtem Fakt ein Zitat.
Fotoalbum (PDF)Ja, das ganze Album = EINE QuellePDF an Album-Quelle. Einzelfotos extrahieren und als eigene Medien hochladen. Zitat zur Album-Quelle bei jedem Einzelfoto. Region-Markierung nur auf Bildern, nicht auf PDFs.
Einzelfoto (frei stehend)Optional als eigene QuelleWenn das Foto die einzige Belegquelle ist (z. B. Atelier-Stempel auf der Rückseite). Sonst nur als Medium an Personen/Ereignissen.
Zeugnis / DiplomJa, einzelnPro Abschluss eine Quelle „Zeugnis [Name] [Abschluss] [Jahr]". Zitat an Schul-/Studien-Abschluss-Ereignis.
Mündliche ErzählungJa, datiertQuelle: „Erzählung [Person], [Datum], [Thema]". Konfidenz NORMAL. Zitate an die belegten Ereignisse.
Adressbuch / MeldekarteJaPro Erscheinungsjahr eine Quelle. Aufbewahrung: Stadtarchiv. Zitate an Aufenthalt-Ereignisse.
Online-Quelle (Ancestry o. ä.)Ja, mit Datum der EinsichtnahmeVollständige URL im Beschreibungsfeld. Screenshot als Medium. Optional Wayback-Machine-URL.
Kirchenbuch-EintragJa, einzelnAufbewahrung: Kirchenarchiv. Zitate an: Taufe, Trauung, Bestattung — je nach Eintragstyp.
Militärdokument (Wehrpass, Auszeichnung)Ja, einzelnAufbewahrung: Bundesarchiv oder Privatbesitz. Zitate an Militärdienst-Ereignis, Auszeichnungs-Ereignis.
Historisches HintergrundbuchJa, mit H-EtikettZ. B. „Flucht und Vertreibung 1944–1946". Etikett H-Hintergrund. An mehrere Personen verknüpfen.
Karte (historischer Stadtplan)OptionalWenn als Belegquelle für einen Ort. Etikett H-Region.
Erbenfragebogen / TestamentJa, einzelnAufbewahrung: Amtsgericht oder Privatbesitz. Zitat an Tod-Ereignis, Erben-Beziehungen.
VI

Referenz & Checklisten

3 Kapitel
30 Anti-Muster: Was Du NICHT tun solltest
FalschRichtig
Unbekannten Vater als Person „NN Müller" anlegenVater-Feld in der Familie leer lassen. Beziehungstyp Unverheiratet / Single Parent setzen.
Geburten der Kinder am Familien-Objekt anlegenGeburt = Ereignis des Kindes, hängt an der Person. Familie verbindet über Beziehungstyp Birth.
Beziehungstyp Birth leer lassen, weil „klar" ist, dass es das leibliche Kind istBirth EXPLIZIT auswählen. Leer = Unknown.
Beziehungstyp der Familie leer lassenImmer setzen: Verheiratet / Unverheiratet / Lebenspartnerschaft / Geschieden.
Halbgeschwister manuell verknüpfenSie ergeben sich automatisch aus gemeinsamem Elternteil in zwei Familien.
Pro Person ein eigenes Reise-EreignisEIN Ereignis, alle Teilnehmer als Personen verknüpft.
Dasselbe Foto in drei Galerien hochladenEIN Medienobjekt, dreifach verknüpft.
Ort als Freitext „Musterstadt" in das Feld tippenOrt einmal in der Ortsliste anlegen, dann referenzieren.
Inkonsistente Benennung: „Reise nach Italien 1985" vs. „Italienurlaub 85"Strikt der Namenskonvention folgen: „Reise nach [Ort], [Saison] [Jahr]".
Reise als „Aufenthalt" eintragen„Reise" — Aufenthalt ist für Lebensmittelpunkte ab 3 Monaten.
Belegmaterial ohne Quelle (Zeugnisfoto nur in Galerie)Zeugnisfoto in Galerie UND eigene Quelle mit Zitat.
Ein Brief mehrfach als Quelle anlegen, weil er fünf Fakten belegtEine Quelle, fünf Zitate auf dieselbe Quelle.
„Unbekannt" oder „???" in Namensfelder tippenFeld leer lassen — Gramps zeigt automatisch einen Platzhalter.
Eigene Ereignistypen erfindenDie in Gramps eingebauten Typen verwenden (Aufenthalt, Schulabschluss, Akademischer Grad …).
Historischen Hintergrund in Personennotizen quetschenAls eigene H-Quelle anlegen, an alle relevanten Personen verknüpfen.
Straße als eigene Ortsebene für jeden Sterbeort einer GroßtanteStraße + Hausnummer nur bei besonderer Relevanz (Geburtshaus, historisches Gebäude).
31 Checkliste vor dem Speichern (kurz)

Vor dem ersten Speichern eines neuen Datensatzes einmal durchgehen:

  • ☐ Felder einzeln gefüllt (Vorname, Rufname, Geburtsname getrennt)
  • ☐ Bei Ereignissen: richtiger Typ (Reise vs. Aufenthalt, Schul- vs. Studienabschluss)
  • ☐ Datum vollständig (mindestens Monat + Jahr; bei Unsicherheit „um 1944")
  • ☐ Ort als referenzierter Ort, nicht Freitext
  • ☐ Bei Reisen: alle Teilnehmer verknüpft
  • ☐ Bei Abschlüssen: nur eine Hauptperson
  • ☐ Medien hochgeladen, nicht doppelt
  • ☐ Mindestens Q-Etikett gesetzt
  • ☐ Quelle + Zitat verknüpft, Konfidenz gesetzt
  • ☐ Bezeichnung folgt der Namenskonvention
  • ☐ Bei Familien: Beziehungstyp nicht leer
  • ☐ Bei Kindern: Beziehungstyp Birth (oder Adopted/Stepchild) explizit gesetzt
32 Schnellreferenz: Checkliste für jede neue Person

Wenn Du das nächste Mal eine neue Person anlegst, kannst Du diese Liste daneben legen. Reihenfolge bewusst von oben nach unten.

  1. Ort(e) für Geburt, Wohnsitze und Sterbeort hierarchisch vorhanden? (Land → Region → Stadt → Stadtteil mit Koordinaten)
  2. Aufbewahrungsort der Quelle im System? Sonst zuerst anlegen.
  3. Quelle (Geburtsurkunde, Familienbuch o. ä.) im System? Sonst zuerst anlegen, Etikett Q-Belegt.
  4. Person anlegen: Vorname / Rufname / Geburtsname einzeln. Geschlecht setzen. Bei Unbekanntem: leer, NIE „NN".
  5. Geburts-Ereignis an die Person: Datum, Ort, Quelle, Zitat, Konfidenz.
  6. Tod-Ereignis an die Person (falls bekannt): Datum, Ort, Quelle.
  7. Bestattung-Ereignis falls separates Datum/Ort.
  8. Beruf-Ereignis(se) an die Person, mit Zeitraum.
  9. Wohnsitze (Aufenthalt-Ereignisse) ab 3 Monaten Lebensmittelpunkt, Datumsbereich von–bis.
  10. Reise-Ereignisse (mit allen Teilnehmern) ab 1 Woche oder mit Album.
  11. Bildungs-Ereignisse (Schulabschluss / Studium / Berufsausbildung) falls dokumentiert.
  12. Konfirmation / Erstkommunion / Militärdienst / Namensänderung falls relevant.
  13. Galerie: Fotos der Person, Urkunden-Scans angehängt.
  14. Region-Markierung auf Fotos mit mehreren Personen.
  15. Notiz: Forschungsstand und Besonderheiten — nur Freitext, der in kein Feld passt.
  16. Aufgabe(n) anlegen für offene Recherchefragen, mit Status.
  17. Etiketten gesetzt: mindestens ein Q-Etikett, ggf. S-Schlüsselfigur, S-Privat bei Lebenden, B-Buch-K-? für Buchkapitel.
  18. Falls Eltern bekannt: Familie anlegen oder vorhandene Familie auswählen, Kind hinzufügen mit Beziehungstyp Birth.
  19. Falls Heirat: Familie als Partner anlegen, Beziehungstyp setzen, Heirats-Ereignis an die Familie.